Lieutenant Winnemuckls Rückkehr
The Return of Lieutenant Winnemuckl
2021

220x430x130 cm
Öl/Karton, Schaufensterpuppenköpfe, Perücken

Karl-Marx-Strasse, Berlin

Stapelbild

Stapelbild 2021
450 x 130 x 130 cm
Öl/Karton
Gut Hohen Luckow, Mecklenburg-Vorpommern

Kontinent Sieben, 2020

2020
Installationsansicht
Kleine Orangerie am Schloss Charlottenburg
Blick Richtung Süden
2020
Installationsansicht
Kleine Orangerie am Schloss Charlottenburg
Blick Richtung Osten
2020
Installationsansicht
Kleine Orangerie am Schloss Charlottenburg
Blick Richtung Süden
2020
Installationsansicht
Kleine Orangerie am Schloss Charlottenburg
Blick Richtung Westen

Kontinent Sieben 2020

18.06.-23.08.2020

Kleine Orangerie am Schloss Charlottenburg

(Für deutsche Version bitte nach unten scrollen)

 

Continent Seven

Investigative spirit and curiosity lay the foundations for botanic gardens and orangeries all over Europe. They formed the Europeans´ „image“ of the world.abroad.

On a wide range of aspects the exhibition Continent Seven with paintings by Bodo Rott intersects with these ideas and sets up a dialogue with the Kleine Orangerie am Schloss Charlottenburg.

At this place still in use for the breeding of exotic plants visitors now encounter paintings and drawings presented on a kind of trellis.

The works are part of the series „Hortus Convulsus“, which the artist creates since 2015. The mostly large oilpaintings show an irritating ambivalence, a twist or turn by a complex juggling with the illusion of space.

The artist´s term „Hortus Convulsus“  actully means distorted or twisted garden. It ironically alludes to the Hortus Conclusus of Christian iconography. The paintings though are showing rather the contrary of nature optimized for profit. They celebrate the vitality of uncontrolled growth and orbit perishability.

The rampant brushy expansion gets visible. The images brdge between the printwork and scientific illustrations of the late medievals and the Paste-it-Graffiti of today. The same move induces a reinterpretation. Most of the depicted objects are taken from everyday life folded and entwined up to the verge of unrecognisabilty. Landscape shows up as a flickering, multi-perspectival and contradictory space. The works playfully challenge our perceptivity.

The figures appearing Bodo Rott calls „Nonchildrenchildren“ emphasizing the ambivalent impression they radiate. Scrimmaging, cooking, jumping, hiding, in the „Hortus“ they rather act as explorers and conquerors than gardeners.They complete the circuit of an archaic world.

 

By classical painterly means the images of Bodo Rott recall medieval and baroque topoi. The juxtapositioning of woodcut-like snippets alludes to history but creates a sound of its own.. The works make a comment on painting as a mode of depiction and on our society, a „terra incognita“ of imagination , which invites us to seeing the world with different eyes.

 

 

Kontinent Sieben

Forschergeist und Neugier haben die Einrichtung Botanischer Gärten und von Orangerien in ganz Europa begründet. Sie haben massgeblich das „Bild“ geprägt, das Europäer sich von der Erde gemacht haben.

In der Ausstellung „Kontinent Sieben“ setzt Bodo Rott seine Malerei auf mehreren Ebenen in Dialog mit der Kleinen Orangerie im Schloss Charlottenburg.

Wo sonst die Pflanzen des Schlossgartens zur Überwinterung aufbewahrt sind, finden die Besucher nun Gemälde und Zeichnungen der Serie „Hortus Convulsus“, präsentiert auf einer Art Rankgitter.

Die seit 2015 entstehenden großformatigen Ölgemälde der Werkgruppe „Hortus Convulsus“ wie sie der Maler nennt befremden durch ihre Ambivalenz, einen Twist, eine Drehung, die die Betrachter schwindeln macht. Sie spielen vielschichtig mit der Tiefe des Raumes. Der Name bedeutet „Verzerrter“ oder „Verdrehter Garten“ und spielt ironisch an auf den „Hortus Conclusus“ der christlichen Ikonographie. Tatsächlich handeln sie nachgerade vom Gegenteil einer mit Ertragsabsicht optimierten Natur. Die Bilder feiern die Vitalität des Wildwuchses als ein Stück inneres Unterholz und umkreisen die Vergänglichkeit.

Das Wuchernde und Gestrüppartige bildet sich auch formal ab. So schlagen die Bilder eine stilistische Brücke von der Druck- und wissenschaftlichen Grafik der Spätgotik und frühen Neuzeit zum Paste-it-Graffiti der Gegenwart. Gleichzeitig nehmen sie eine Umdeutung vor: Das Gezeigte entstammt zumeist unserem Alttag, wird aber bis an den Rand der Kenntlichkeit verformt und verschränkt. Landschaft flackert in einer widersprüchlichen und multiperspektivischen Räumlichkeit auf. Diese scheinbare Verspieltheit fordert die Wahrnehmung heraus.

Auch Figuren tauchen in den Bildern auf. Bodo Rott nennt sie aufgrund ihrer ambivalenten Anmutung „Nichtkinderkinder“. Sie tummeln sich im „Hortus“, kochen, laufen, springen, verkleiden sich oder stellen sich in Zweierreihe auf. Ihr Gesichtsausdruck aber verschiebt ihre Anmutung ins Mehrdeutige.Sie handeln weniger als Gärtner denn als Forscher und Eroberer. Mit ihnen schliesst sich der Kreis zu einer archaischen Welt.

So nimmt Kontinent Sieben mit klassischen malerischen Mitteln mittelalterliche und barocke Topoi auf, die gleichzeitig verfremdet werden. Das Nebeneinander der holzschnittartigen Schnipsel wird zu einem Ganzen, bei dem das Historische mitschwingt, aber eigenen Wirkungsweisen folgt.Die Ausstellung kommentiert die Malerei als Darstellungsform und unsere Gegenwart als Lebenswelt, präsentiert als eine „Terra incognita“ der Phantasie, die einlädt die eigene Umwelt mit anderen Augen zu sehen.

 

 

 

Das Projekt wurde unterstützt von

BrünjesTyrra Architekten

Kulturamt Charlottenburg-Wilmersdorf




 

Der Pier/ The Jetty, 2019

"Der Pier- Wenn der Zug den Damm verlässt / The Jetty- The train without embankment"

Karl-Marx-Strasse, Berlin, 2019

aieou/ECHOLOT-Aufführung im Museum Dieselkraftwerk Cottbus

Am 10. 07. 2018 führten Studierende der BTU das Klangstück aeiou-ECHOLOT auf ihren selbst gebauten Instrumenten im Museum DKW Cottbus auf. Arrangement Bodo Rott unter Mitarbeit von Ansgar Tappert.

Rebus, 2015

Rebus 2015
Installationsaufbau Sophienstraße; Berlin
Rebus 2015
Installationsaufbau Sophienstraße; Berlin
Seraph Detail Rebus 2015
Installationsaufbau Sophienstraße; Berlin
 

Rebus, eine Installation aus bis zu vierzig Teilen, arbeitet mit Bildelementen, die an Wand und Boden angebracht oder aufgestellt werden können. Diese Elemente sind unregelmäßig geformt und nur auf einer Seite bemalt. Deshalb wirken die Bildstücke sowohl als Bilder wie auch als Skulpturen. Die Anmutung des Abgetragenen und Gebrochenen verführt den Betrachter dazu, einen Zusammenhang zwischen den Teilen zu suchen, ähnlich einem Rebus. 

  • Wal

  • Pfau

  • Elefant